FAQ - Allgemein
Was ist die Text+ Registry?
Die Registry versteht sich in erster Linie als Verzeichnis- und Informationssystem, das Nutzenden einen zentralen Zugang zu einer Vielzahl verschiedener Ressourcen bietet.
Was bietet die Text+ Registry?
Hinsichtlich ihres Skopus ist die Registry grundsätzlich nicht beschränkt. Kern bilden die Editionen der Text+ Partnerinstitutionen, die initial und sämtlich verzeichnet werden. In zweiter Instanz möchte die Registry die deutsche Editionslandschaft möglichst umfänglich abbilden, erhebt jedoch hier weder einen Anspruch auf Vollständigkeit, noch beschränkt sie sich grundsätzlich auf Editionen, die in Deutschland oder unter Beteiligung von deutschen Institutionen entstanden sind. Ziel ist, Informationen zu möglichst vielen Editionen zu erfassen, um damit eine Vielzahl von Auswertungsmöglichkeiten zu bieten und möglichst viele Bedarfe von Nutzenden abzudecken. Auch sollen Schieflagen (z.B. hinsichtlich Disziplinen oder bestimmter Genres etc.) vermieden werden.
Die Registry der Datendomäne Editions in Text+ soll Editionen nachweisen, um deren Auffindbarkeit und Sichtbarkeit signifikant zu erhöhen und insbesondere auch den Zugriff auf deren Forschungsdaten – im Sinne der FAIR Prinzipien – zu befördern. Dabei steht sie vor der Herausforderung, eine in mehrfacher Hinsicht heterogene Editionslandschaft in einem einheitlichen Nachweissystem abzubilden. Ein Ausdruck dieser Heterogenität sind die zahlreichen verschiedenen Manifestationen (gedruckt, E-Book, digital, hybrid etc.) in denen Editionen vorkommen und die Diversität der Plattformen, die Zugang zu diesen gewähren sowie deren zahlreiche Bestandteile. Anspruch der Registry ist hierbei, Editionen möglichst inklusiv und vollumfänglich nachzuweisen. Dies bedeutet konkret die Erfassung von einer Vielzahl verschiedener Informationen, wie z.B. die disziplinäre/n Zugehörigkeit(en) oder die Sprache(n) der Edenda, also des zugrundeliegenden Quellenmaterials. In ihrem Umfang beschränkt sich die Registry nicht auf bereits abgeschlossene Editionen, sondern bezieht auch laufende Editionsvorhaben mit ein, sofern zu diesen bereits ausreichend Informationen vorliegen, um diese sinnvoll zu erfassen
Welche Ressourcen sind verzeichnet?
In der Editionenregistry werden Informationen über Editionen/Editionsprojekte erfasst. Konkret bedeutet dies die Arbeit mit Metadaten. Die Registry versteht sich als Verzeichnissystem. Es wird bei der Erfassung, die nach im Datenmodell festgelegten Kriterien und möglichst unter der Vewendung kontrollierter Vokabulare erfolgt, zum großen Teil lediglich auf weitere Informationen bzw. Datenbestände verwiesen, diese jedoch nicht (z.B. als Volltexte) eingespeist.
Wie kommen (meine) Ressourcen in die Registry?
Auf welchen unterschiedlichen Wegen kommen Daten in die Registry?
Hier ist zwischen den unterschiedlichen Ressourcentypen zu unterscheiden.
Für den Bereich der Editionen wird ein komplementärer Ansatz gewählt, der sowohl händische Eingaben wie auch automatisierte Verfahren miteinbezieht.
In welchem Verhältnis steht die Text+-Registry zum (Daten)Portfolio des Konsortiums?
In der Registry werden in Zukunft sämtliche Ressourcen verzeichnet sein, die von Text+ Partnern zur Verfügung gestellt werden.
Für den Bereich der Editionen ist der Fokus der Registry jedoch breiter: Über den Bestand des Portfolios hinausgehend, erfasst die Registry Metadaten zu Editionen unabhängig von deren institutioneller Anbindung. Es wird bei der Aufnahme an sich nicht zwischen Editionen der Text+-Partner und anderer Institutionen unterschieden, die Zugehörigkeit aber im Rahmen der erfassten Informationen vermerkt. Editionen des Portfolios (= Editionen der Text+-Partnerinstitutionen lt. Antrag, im Rahmen der Flexfunds geförderte Kooperationsprojekte, Editionen neu hinzugewonnener Partner) bilden eine Teilmenge der Editionen der Registry. Alle Editionen, die Teil des Portfolios sind, sind auch Teil der Registry, aber nur ein kleiner Teil der Editionen der Registry sind auch Teil des Portfolios.
Welche Referenz-Vokabulare und Taxonomien werden verwendet?
DataCite wurde über die domänenspezifischen Datenmodelle hinweg als gemeinsame Basis verwendet, um damit auch übergreifende Recherchen und Abfragen zu ermöglichen.
Angaben zu Personen, Institutionen und Werken werden – soweit möglich – mit den entsprechenden GND-Nummern versehen. Für Projektbeteiligte, die keine GND-Nummer haben, ist alternativ die Nutzung von ORCID vorgesehen. Zur Beschreibung von Rollen bzw. Aufgaben, sollen die Contributor Roles Taxonomy (CRediT) bzw. die MARC Code List for Relators Anwendung finden. Insbesondere erstgenannte Taxonomie etabliert sich aktuell zunehmend für standardisierte Angaben zur Beteiligung von Personen, decken den Bereich der Editionen doch nicht gänzlich ab. Die Zuweisung zu Fachdisziplinen erfolgt auf Basis der DFG-Fächersystematik sowie zukünftig weiterer, vor allem im bibliothekarischen Kontext etablierter Klassifikationen (Basisklassifikation, DDC, RVK).
Wie werden Verbindungen zwischen unterschiedlichen Ressourcen und Ressourcentypen realisiert?
Die Datenmodelle zur Beschreibung der einzelnen Ressourcentypen wurden abgeglichen und semantisch gemeinsame Felder identifiziert. Die Metadata Properties von DataCite stellen die gemeinsame Basis für diese Harmonisierung dar.
Welche Funktionalitäten bietet die Registry?
Welche Kriterien müssen erfüllt sein, damit ein Eintrag in die Registry vorgenommen werden kann?
Grundlegend: es muss sich dabei um eine Edition handeln, die an einer oder unter Beteiligung einer deutschen Institution umgesetzt wird oder wurde. Dies schließt sowohl laufende Editionsprojekte als auch abgeschlossene mit ein und Editionen jeglicher medialer Form (z.B. gedruckte Editionen, digitale Editionen, Hybrideditionen, Datendumps,...). Es müssen genügend Informationen zur Verfügung stehen, um einen Eintrag anzulegen (s. minimaler Datensatz).
Wer ist an der Registry beteiligt? - "Stakeholder" und ihre Rollen
An der Registry partizipieren viele Beteiligte in unterschiedlichen Rollen:
Text+-Mitarbeitende
- sind diejenigen, die aktiv zur Registry beitragen
- in Form von Daten
- durch die Beteiligung in unterschiedlichen Arbeitspaketen
- beratend
- konzeptionell (Datenmodell, Redaktionsmodell, Entwicklung von Routinen, Maintenance etc.)
- durch Dateneingabe/-pflege
- durch Scraping/Harvesting
- als Liaison zu anderen Beteiligten (z.B. FID oder den übergreifenden AGs)
FID (als Beitragende und Nutzende)
- in beratender Funktion hinsichtlich Erfassungskriterien, Schnittstellen und Priorisierung
- als Datengeber
- als Nutzende
SCC (als Beratende)
- in beratender Funktion hinsichtlich Priorisierung und Desiderata zur Vermeidung von Schieflagen
Editor:innen (als Beitragende und Korrigierende)
- durch Eintragen von Projekten über ein Formular
- durch Korrigieren bzw. Aktualisieren von Einträgen
Nutzer:innen (als Rezipierende und evtl. Korrigierende)
- durch Eintragen von Projekten über ein Formular
- durch Korrigieren bzw. Aktualisieren von Einträgen
Wie verhält sich die Registry zu anderen Angeboten der NFDI?/Wie anschlussfähig ist die Registry?
Die Registry möchte bestehende Verzeichnisse und Kataloge nicht ersetzen sondern diese durch das Angebot eines forschungsunterstützenden ‚one stop shop‘ ergänzen. Daten werden in der Registry angereichert und über Schnittstellen wieder zur Verfügung gestellt, was die Anschlussfähigkeit der Registry an übergreifende Strukturen und Angebote der NFDI insgesamt (z.B. Wissensgraphen) ermöglicht.
Neben Möglichkeiten zur manuellen Anfertigung und Kuration von Ressourcenbeschreibungen durch Datengeber:innen und Nutzer:innen implementiert die Registry – auch auf Basis weiterer Text+ Dienste wie des Data Modeling Environment (DME) – Funktionalitäten für einen flexibel anpassbaren Import von Beschreibungen aus bestehenden Systemen und Katalogen.
Mit Hilfe der durch die Registry angebotenen Schnittstellen können Dienste wie die Federated Content Search (FCS), Metadatensuche und das Text+ Webportal auf Ressourcenbeschreibungen zugreifen. Angebotene Schnittstellen sind jedoch gleichermaßen auch über die Projektgrenzen von Text+ hinaus nutzbar, wodurch ein Austausch von Informationen mit anderen Initiativen ermöglicht bzw. erleichtert wird.
Welche Schnittstellen bietet die Registry?
Die aktuell angebotenen Schnittstellen sind unter https://registry.text-plus.org/swagger-ui/index.html dokumentiert. Die technische Entwiklung findet auf https://gitlab.com/minfba/resinfra/registry statt.
Eine ausführliche Beschreibung der technischen Umsetzung inkl. des zugrundeliegenden Layering-Ansatzes findet sich in: Tobias Gradl, Christoph Kudella, Harald Lordick und Daniela Schulz, „Towards a Registry for Digital Resources – The Text+ Registry for Editions“, in: Datenbank Spektrum 24, S. 151–160 (2024). https://doi.org/10.1007/s13222-024-00479-0.
Wo finde ich weitere Informationen zur Registry?
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